Mittwoch, 22. März 2017

[Rezension] Caraval - Es ist nur ein Spiel..





  • Preis: 12,99€ [D]
  • Einband: eBook [ePUB]
  • Seitenanzahl: 302
  • Verlag: Piper eBooks
  • Autor/in: Stephanie Garber
  • Übersetzer/in: Diana Bürgel
  • ISBN: 9783492965781






Scarletts Wunsch war es schon immer einmal die Magie von Caraval zu erleben. Caraval bedeutete für sie alles was ihr Vater ihr und ihrer Schwester verweigert - Freude, Freiheit und Abenteuer. Jedes Jahr schrieb sie Legend - inszenierer von Caraval - einen Brief und als sie nach Jahren endlich eine Antwort bekommt und er sie bittet zu seiner nächsten Show zu kommen beginnt für Scarlett und ihrer Schwester Donatella ein wildes Abenteuer, Hilfe bekommt Scarlett von einem jungen Seeman namens Julian, insbesondere nachdem Donatella kurz nach beginn von Caraval verschwindet. Und schnell muss Scarlett erkennen, dass Caraval nicht das ist was sie erwartete...

Das Cover ist wirklich toll, auch wenn mir irgendwo das gewisse etwas fehlt was mich direkt in den Bann zieht. Aber alle einzelnen Elemente sind nicht nur ästhetisch sondern harmonieren auch sehr gut miteinander und passen irgendwie sehr gut zu Caraval selbst. ;)

Caraval klang schon allein durch seinen Klappentext wahnsinnig ansprechend für mich, vor allem weil er meiner Meinung nach viel Spielraum dafür offen ließ über das was Caraval wirklich genau ausmacht und welche Abenteuer auf Scarlett genau erwarten würden. Ich hab mich allein deswegen voller Neugier ins Buch gestürzt und kam da so schnell auch nicht wieder raus.

Caraval selbst hat mich nämlich unheimlich schnell in seinen Bann gezogen, erst nur aus Erzählungen aber als man dann erst mal wirklich dort war wurde gesamte Buch zu einem magischen, skurrilen und vor allem geheimnisvollen Abenteuer.
Nicht nur, dass man ständig abstrusen Charakteren begegnet bei denen man nicht weiß ob man ihnen glauben kann oder nicht. Und auch ihre Aussagen selbst sind immer etwas verworren, oft verbirgt sich mehr dahinter als man denkt und manchmal sind sie auch kryptisch und man muss - bzw. eher Julian und Scarlett - erst einmal über das gesprochene oder geschriebene Wort nachdenken, es ist also viel Spielraum fürs interpretieren.
Ich war davon wahnsinnig begeistert, es schafft eine wirklich tolle Atmosphäre und ich hatte beim lesen das ständige Gefühl detektivische Arbeit zu lassen. Denn man hat das Gefühl, dass sie alle ihre Geheimnisse haben, so z.B. auch Julian und man rätselt ständig mit wie diese aussehen. Und manchmal kamen da wirklich die wildesten Verschwörungstheorien heraus.
Das schöne war dabei für mich aber, dass das Blatt sich dabei immer mal wieder gewendet hat, in dem einen Moment hatte man das Gefühl nun endlich alles zu wissen und dann kam wieder ein neues Detail zu Tage, dass alles in ein anderes Licht gerückt hat. Es wird also auf dieser Ebene nie langweilig und es gibt immer neues zu entdecken, es war grandios! :)

Aber auch die Welt selbst ist wirklich toll dargestellt und ausgearbeitet, Magie ist eine zentrale Rolle und es gibt so viele verschiedene Dinge bei Caraval zu entdecken, auch hier übertrifft sich die Autorin jedes Mal wieder selbst in dem es noch skurriler wird und trifft dabei immer einen fantastischen Mix in dem es mal heiter mal düster ist und manchmal auch beides zusammen. Dennoch ist es nie zu viel, es macht immer Spaß die Welt weiter zu entdecken und passt einfach alles wundervoll zusammen. Ich war wirklich begeistert von den fantasievollen Ideen, die sich hier miteinander verbinden und ich hab mich so manches Mal an Alices Wunderland erinnert gefühlt, was bei mir immer ganz positive Gefühle auslöst.

Mit den Hauptcharakteren hatte ich ganz am Anfang allerdings meine Schwierigkeiten, weil ich persönlich das Gefühl hatte, dass sie recht blass sind und eher nichtssagend daherkommen, ich einfach nur wenig Gefühl für sie. Das ändert sich bei Julian, als sich so manch ein Rätsel um ihn zieht, bei Scarlett allerdings dauerte es ein bisschen länger. Dennoch macht sie eine wirklich wunderbare Entwicklung durch, sie ist Anfangs gefangen von Ängsten und Sorgen, wirkte auf mich dabei aber nie schwach, sondern einfach übervorsichtig. Doch mit der Zeit wächst sie über sich hinaus und merkt, dass man machmal ein Wagnis eingehen muss um das zu erreichen was zählt. Sobald diese Entwicklung ins Rollen kommt, lebte sie für mich auch auf und ich hab sie wirklich in mein Herz geschlossen und war gerne ein Begleiter für sie, zudem konnte ich mich oft mit ihr identifizieren.

Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte in diesem Buch, sie schreitet zeitlich relativ schnell voran wenn man bedenkt, dass Caraval nur ein paar Tage lang ist. Aber es fühlt sich nicht so an, vielleicht weil so viele Ereignisse stattfinden. Gefühlt war das Tempo für mich daher sehr angenehm und auch die ganzen Steine die sich dazwischen drängen haben mich nicht gestört. Ich hab auf jeden Fall tierisch mitgefiebert und mitgelitten, gerade weil man nie wirklich wusste wie das ganze Enden würde, ich hab also wirklich gezittert und gebangt. :D

Das Ende hatte es dann nochmal an sich, nicht nur, dass das auch ganz anders war als ich es mir je vorgestellt hatte es hat auch wahnsinnig viel Spannung auf den nächsten Teil gemacht obwohl die eigentliche Geschichte für sich einen Abschluss gefunden hat. Ich bin zwar nun furchteufelswild weil ich noch nicht alles kenne, auf der anderen Seite freue ich mich aber einfach nur darauf, dass ich bald wieder die Chance bekommen werde zu Caraval zu reisen

Manche Bücher entführen einen in ganz neue Welten, die einen nicht mehr los lassen und das hat Caraval bei mir wirklich geschafft, ein Geheimnis folgt dem nächsten und es hat mich immer tiefer und tiefer hinab gezogen und ich wollte ganz ehrlich nicht mehr raus. Caraval ist ein mystisches, fantasievolles Abenteuer voller Skurrilität und Magie das mich verzaubert hat! ♥

Montag, 20. März 2017

[Rezension] Die Schwangerschaft des Max Leif - Ein Roman in 9 Monaten






  • Preis: 14,99€ [D]
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 352
  • Verlag: Knaur Verlag
  • Autor/in: Juliana Käppler
  • ISBN: 978-3-426-51974-5






Die Schwangerschaft des Max Leifs ist bereits Juliane Käpplers zweites Buch rund um Max, nachdem er im ersten Teil seine Hypochondrie überwunden hat, wird er hier vor einem ganz neuen Abenteuer gestellt. Seine Freundin Maja ist schwanger und das mit Zwillingen, 9 aufregende Monate liegen vor ihm und Max wäre nicht Max wenn er dieses Ereignis nicht furchtbar ernst nehmen würde und wirklich alles genaustens beachtet und getestet werden muss, der Kinderwagen muss erst einmal die Probefahrt überstehen, alle Risiken einer Schwangerschaft mit einbezogen werden und möglichst kleingehalten werden..

Ich mag das Cover, es ist ein witziges Motiv und passt dazu noch, auch wenn sich die Bücher unabhängig voneinander lesen lassen, zum ersten Teil, was mich immer sehr freut. :)

Max Leif hat mich im letzten Jahr durch seine eigensinnige Art von sich überzeugt klar, dass der zweite Teil auch von mir gelesen werden wollte und ich hab mich tierisch auf ein wiedersehen mit Max, Maja und den ganzen liebenswerten Nebenfiguren wie Jekaterina gefreut und es war für mich schön zu sehen, dass diese hier nicht zu kurz kommen auch wenn es einige neue Charaktere gibt die bestenfalls genauso ans Herz wachsen.

Wie oben schon genannt lässt sich das Buch unabhängig vom ersten Teil lesen, es gibt zwar vereinzelt Anspielungen auf den ersten Teil, werden aber meist auch nur kurz angerissen und dann kurz erklärt. Für Neueinsteiger ist es also wirklich kein Problem, auch wenn ich finde, dass man sich einen gefallen tut den ersten Teil zu erst zu lesen, denn dadurch erkennt man erst welche Entwicklung Max durchlaufen hat, was einfach ein schönes Gefühl ist.

Max war mir im ersten Teil nicht immer sympathisch und das ist er auch nicht in diesem Band, es sind halt vereinzelte Macken die ich nicht immer als liebenswert abstempeln kann, aber das ist glücklicherweise nicht die einzige Seite von Max und ich finde, dass er gerade in diesem Teil sein liebenswertes Ich gut nach außen kehrt. Ihn zu erleben wie er Maja durch die Schwangerschaft begleitet, ist nicht nur lustig und manchmal auch nervenaufreibend, wenn er mal wieder einen Anflug von Panik bekommt was alles schieflaufen könnte - da zeigt sich dann Stellenweise auch wieder der alte Max, sehr authentisch - er zeigt sich aber wirklich auch als sehr fürsorglich, als bedacht Maja so gut er kann zu unterstützen, ihr der Partner zu sein den sie verdient und das fand ich unheimlich rührend, nicht immer trifft er damit den richtigen Nerv, aber ich fand seine ewigen Bemühungen toll. :)

Es ist also generell so, dass es immer wieder Momente gibt die fürs Herz sind und 1-2 Mal kamen mir auch die Tränchen in die Augen, aber hauptsächlich steht natürlich das humorvolle im Vordergrund und hier erschafft Juliane Käppler wirklich typische Szenarien einer Schwangerschafft, die häufig überspitzt daherkommen, aber gerade deswegen unheimlich witzig sind, es ist ein spielen mit sämtlichen Klischees einer Schwangerschaft. Und auch wenn ich auf diesem Gebiet keine Erfahrungen habe, so hat man manches davon doch in seinem Umfeld schon einmal mitbekommen.

Mein absolutes Highlight war aber wirklich wieder das zusammentreffen mit den Nebencharakteren, nicht nur Jekaterina (die Reinigungskraft von Max) und Dr. Bärbeißer (seine Ärztin) waren mir willkommene Gesichter, die mich wieder zum Lachen bringen konnten. Und deren Umgang mit Max Eigenheiten, ich zum schießen finde. Auch die neuen Charaktere fügen sich wie erwähnt gut ein und haben ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses Buch ein wohlfühl Erlebnis wurde.

Ein humorvolles Buch, dass auch die emotionalen Momente nicht außen vor lässt und das von einer ganzen Schar eigensinniger Charaktere lebt, die für sich allein schon ein echtes Highlight sind, durch das agieren miteinander aber erst recht für tolle Momente sorgen. Ein Buch bei dem man nach dem beenden traurig ist, neue (und alte) Freunde gehen zu lassen. :)


Montag, 13. März 2017

[Rezension] Klar ist es Liebe





  • Preis: 12,99€ [D]
  • Einband: eBook
  • Seitenanzahl: 272 (Printausgabe)
  • Verlag: Sauerländer
  • Autor/in: Sandy Hall
  • Übersetzer/in: Maren Illinger
  • ISBN: 9783733601454






Lea und Gabe sind scheinbar das perfekte Paar, sie mögen einander aber verpassen immer wieder den richtigen Augenblick um es den anderen zu zeigen und manchmal steht auch die Angst vor einer Enttäuschung ihnen im Weg oder der andere bekommt jegliche Versuche nicht mit. Dabei weiß jeder außer die beiden selbst, dass sie füreinander perfekt wären. Ihre Freunde, Lehrer ja selbst die Starbucks Bedienung und der Busfahrer merkt was sie selbst nicht begreifen können: Klar ist es Liebe...

Das Cover ist wirklich sehr hübsch wie ich finde, ich mag das Herz was aussieht wie ein Baum und die ganzen verschnörkelten Verzierungen drum herum, noch toller finde ich die kleinen Details wie das Eichhörnchen oder ein Kaffeebecher die sich in der Handlung wieder finden lassen, wirklich toll! :)

Das Konzept dieses Buches fand ich mega spannend, es ist eine Liebesgeschicht von zwei Menschen die aus der Perspektive vieler einzelnen Personen erzählt wird und man die Entwicklung nur durch ihre Augen mitverfolgen kann.
Zu einem fehlt dadurch der direkte Bezug zu den Gefühlen von Gabe und Lea, es sei denn sie reden bewusst darüber und auch deren Gedankenwelt ist außer dem was sie nach außen tragen vollkommen verschlossen, das fand ich wirklich sehr spannend.

Das Prinzip funktioniert eigentlich auch ziemlich gut, trotzallem bekommt man ein gutes Bild von den beiden und baut zudem noch eine eigene Beziehung zu den ganzen Beobachtern auf. Auch wenn sie ihre Sicht mal auch nur auf zwei Seiten teilen. Richtig toll fand ich die Auswahl an Beobachtern oder manchmal war es auch nur ein Zuhörer, sowie eine Bank auf der die beiden mal sitzen, ein Eichhörnchen das sich mit Lea anfreundet. Der Schreibstil wird sich dann auch jeder Person bzw. Tier oder Gegenstand angepasst und man denkt sich nur, ja so könnte es in einer Bank vorgehen wenn sie denn fähig werden zu denken. Es ist von daher nicht nur ein authentisches Gefühl das man beim Lesen spürt, es wirkt auch einfach unheimlich süß und liebevoll. Man merkt, dass die Autorin sich einfach jede menge Gedanken dazu gemacht hat.

Von der Handlung her gibt es auch keine wirklichen Lücken, weil in der Regel immer jemand da ist der einen von ihnen oder beide beobachtet, gerade auch die Freunde nehmen da einen großen Raum ein und schildern die Gespräche die sie mit Gabe oder Lea führen. Dort erfährt man dann auch relativ gut wieso es den beiden so schwer fällt und kann es demnach auch gut nachvollziehen.
Dennoch steckt dahinter die große Schwäche dieses Buch, zwar macht es Spaß immer wieder in neue Charaktere zu schlüpfen und deren Beobachtungen zu folgen, dadurch ließ sich das Buch für mich auch schnell und flüssig lesen. Eine gewisse Langatmigkeit stieg dennoch auf, weil es einfach ein ewiges vor sich herdümpeln ist, es ist immer das gleiche. Der Beobachter hofft, dass die beiden einen Schritt aufeinander zugehen und spürt beim Anblick von Ihnen, dass sie zusammengehören. Und wenn es dann mal soweit war, dass sie sich annäherten kam gleich darauf wieder etwas, dass sie wieder in Zweifel brachte. Irgendwann war ich dieses Schema leid und da kann der Aufbau der Geschichte noch so toll und einzigartig sein, die Handlung selbst wurde ein wenig nervig und ab der Mitte fieberte ich so eigentlich nur noch dem Ende hin, was ich wirklich sehr schade fand. Weil auch die Charaktere an und für sich stimmig waren und ich diese mochte, aber es wurde einfach langweilig.

Das Ende hat mir gut gefallen, es passte zu dem was im Vorhinein schon alles geschehen ist, dennoch reißt das natürlich nicht mehr allzu viel raus, denn eigentlich war ich einfach nur noch erleichtert, dass es zum Ende kam. Was angesichts des Potenzial dieser Geschichte echt schade ist.

Die Erzählstruktur ist wirklich toll und gerade für ein Liebesroman auch ziemlich ungewöhnlich, mit ihr hatte ich viel Freude - gerade auch weil die Autorin sich an eher unkonventionelle Beobachter herangetraut hat, deren Sicht sie wirklich gut dargestellt hat. Die Handlung an und für sich zerstört sich aber ab einem gewissen Punkt selbst, weil sie es nicht schafft sich rechtzeitig in Bewegung zu setzen.

[Hibbel Alarm] Caraval

Klick -> Leseprobe

Hallo meine Lieben,

ich gestehe euch jetzt mal etwas, ich hab mir im letzten Herbst ganz bewusst keine Vorschauen von den Verlagen angeschaut. Weil ich die Zahl an Bücher die auf meiner WuLi landen ein bisschen dezimieren wollte. Wie der Zufall es so will schaffen gewisse Bücher es dennoch ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Caraval ist eines dieser Bücher und ist somit mein "Hibbel Buch" im März. :D
Das eBook ist bereits erschienen, das Print Buch erscheint in genau einer Woche am 20.03.


Darum gehts:
"Scarlett sehnte sich schon immer danach, das Festival Caraval zu besuchen. Es verspricht die magische Erfüllung von Wünschen, Abenteuern und Freiheit. Doch Scarletts Vater verbietet seinen Töchtern, die Heimat zu verlassen. Caraval erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zum Festival ermöglichen. Scarlett fühlt sich am Ziel ihrer Träume. Aber als sie Caraval betritt, beginnt sie zu zweifeln. Etwas Dunkles und Geheimnisvolles umgibt diese Welt. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ..."


Nicht nur sieht das Buch wie ich finde optisch wirklich toll aus - die Story die zwischen den Buchdeckeln steckt wirkt auch einfach wahnsinnig spannend und macht mich unheimlich neugierig. Eine mysteriöse und fremde Welt, da will man doch gleich wissen was ihre Geheimnisse sind und vor allem wie Scarlett es meistern wird sich dort durchzuschlagen, wenn es so viele Gefahren birgt..! :) 


Samstag, 18. Februar 2017

[Rezension] Die kleine Feder





  • Preis: 10,00€ [D]
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 96
  • Verlag: Atlantik Verlag
  • Autor/in: Giorgio Faletti
  • Übersetzer/in: Gaby Wurster
  • ISBN: 978-3-455-37032-4






Eine Feder fliegt umher, schwirrt herum und begegnet dabei vielen Menschen. Menschen die nur sich selbst im Blick haben und nicht mehr wahrnehmen als das was direkt vor ihren Augen passiert. Die Feder bleibt unentdeckt und belauscht die Gesprächer dieser Menschen. Die Menschen sind unglücklich und scheinen einfach nicht zu verstehen. Und so fliegt die Feder weiter bis sie den einen Menschen trifft, der es tut...

Es ist natürlich sehr schlicht, während ich den Schriftzug und die Feder selbst aber noch sehr gerne mag, bin ich kein Freund von der Farbe. Lila ist einfach gar nicht meins, in hundert Jahren nicht und harmoniert für mich auch nicht gut mit dem weißen, aber was solls. Der Klappentext klang einfach zauberhaft. :)

Bei nur 96 Seiten kann man sich schon mal Fragen was ist das für ein Buch, ist es überhaupt ein Buch? :D Wenn man dann noch das kleine Format des Büchleins beachtet, dann weiß man es wird ein kurzes Lesevergnügen und die Geschichte ist eher ein Geschichtchen. Dennoch hab ich es schon häufig erlebt, dass gerade manchmal die kurzen Bücher einfach nur ein wunderschönes Lesevergnügen ist, das voller Weisheit und Nachdenklichkeit sprüht und allein der Inhalt des Buches verspricht genau das!

Und ja es hält was es verspricht, von daher sind die 10€ für dieses Büchlein vielleicht etwas hoch gegriffen, auf den ersten Blick, aber ich finde wenn Literatur einem so viel mehr und so viel wichtigeres als Geld zurück gibt, dann ist das einfach unbezahlbar und das war hier für mich der Fall, von daher lohnt es sich einfach.

Die Idee der Geschichte fand ich allein schon unheimlich interessant, Federn verbinde ich immer mit Leichtigkeit und auch ein bisschen mit Unschuld, von daher war es für mich ein sehr interessantes Ereignis wie die Feder auf Menschen trifft die nichts von dem an sich haben. Und der Feder somit auch Sachen zeigen für die sie, in meinen Augen, nicht gemacht ist.
Die Reise ist sehr kurzlebig aber bei jedem Stop den die Feder einlegt gibt es eine Botschaft mit auf den Weg, denn die einzelnen Szenarien zeigen alle verschiedene Situationen vom menschlichen Fehlverhalten.
So manches mal hat mich das ein bisschen an "Der kleine Prinz" erinnert der auf die verschiedene Planeten reist und fehlerhafte Menschen vorfindet. Das fand ich sehr schön und hat bei mir, als großer Fan vom Prinzen, für Geborgenheit gesorgt, sodass ich mich viel leichter von der Reise der Feder hab einnehmen lassen können und sofort über die einzelnen Situationen nachdenken musste, auch im Bezug auf mein eigenes Leben.
Manchmal vermag es dann schon wachzurütteln und ich mag es einfach wenn ein Buch es schafft das eigene Handeln bewusster werden zu lassen, weil man sich auf einmal denkt; huch so hab ich mich auch schon mal verhalten - vielleicht nicht so extrem aber im weitesten Sinne.

Man ist natürlich schnell mit dem Buch durch, aber es bleibt halt haften weil es ein Buch mit Aussage hat, von daher ist es dann doch nicht ganz so kurzweilig wie man denken mag.
Der Schreibstil ist zu dem einfach wunderschön, die Reise der Feder wird - passenderweise - auf eine sehr zarte Art und Weise beschrieben, es wirkt einfach komplett harmonisch und teils ist es ein bisschen verschnörkelt und umspielt, der Autor vermag es aber dennoch auf den Punkt zu kommen wenn es nötig ist, hat mich wirklich berührt und begeistert. :)

Ich denke wenn man über ein so kleines Buch so viel positives zu sagen hat, wie ich gerade dann spricht das für sich. Es ist einfach eines dieser Bücher die es schaffen konnten mich nachhaltig zu prägen und ein Platz in meinem Herzen zu gewinnen, einfach wunderschön. :)